VW GX3 der Straßenfeger von VW – spritzige Mischung aus Motorrad und Dreirad


Bildquelle: flickr.com

USA ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und so entstand auch der VW GX3, eine Mischung aus Trike und Motorrad in den USA. Vorne zwei, hinten ein Rad, 125 PS und keine Helmpflicht, doch ohne Windschutzscheibe ist ein Sichtschutz unerlässlich, möchte man im GX3 Platz nehmen.

Eins gleich vorweg. Den GX3 gibt es nur als Einzelstück, er wurde bislang leider nicht gebaut. Eigentlich wollte man zuerst in den USA, zu einem Kampfpreis von etwa 12.000 Euro, diesen adrenalingeladenen Straßenflitzer anbieten. Doch dann überlegte man es sich doch anders. Eigentlich schade, denn der VW GX3 scheint echt Spaß zu machen.

Mit 1,85 m Breite, einer Länge von 3,57 m und einem Radstand von 1,63 m ist der unter dem Projektnamen „Moonraker“ erbaute GX3 ein dreirädriger Wirbelwind mit dem man den US-Markt auf den Grund aufrollen wollte. Der Superflitzer fährt sich wie eine Seifenkiste und man spürt jeden Stein und jedes Schlagloch, so einige Tester vom GX3. Mit einer Lenkung vom Lotus, Bremsen vom Golf und 17″-Felgen vom Passat steht der puristische Roadster ohne Windschutzscheibe da, wie eine Racingmachine.

Bei 1.600 Kubikzentimetern Hubraum und 125 PS hat der Motor ein leichtes Spiel mit dem 570 kg leichten Dreirad-Roadster. Angetrieben über eine Kette auf das auf einer Einarmschwinge sitzende 315er Hinterrad spurtet der GX3 in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Spitze soll bei 200 km/h erreicht sein. Wer hier ohne Helm bzw. Schutzbrille unterwegs ist, handelt grob fahrlässig.

Doch wie schon gesagt, das gute Stück welches Motorad-Faszination und Roadster-Feeling in sich vereint, kam aus seiner Protoypenphase leider nicht heraus. Angeblich war die Rechtsabteilung seitens VW Schuld an der weiteren Entwicklung. Man hatte Bedenken wegen der Produkthaftung und deswegen wurde bereits vor drei Jahren das Projekt „Moonraker“ ersatzlos aufgelöst.

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Ein trauriger Schachzug aus der Führungsebene von VW. Denn der VW GX3 wäre eingeschlagen wie eine Bombe. Zumindest hier in Europa und in Fachkreisen fragt man sich noch heute, warum man so extrem den Bezug zum US-Markt gesucht hat. Dort wo Mini-Karts eine deutsche Straßenzulassung bekommen, wäre der alltagstaugliche Spaßflitzer ohne Probleme durch die TÜV-Weihen geflutscht.

Sollte man dennoch irgendwann bei VW wieder über eine Motorrad-Roadster-Mischung nachdenken, so wäre das Schubladenprojekt GX3 die ideale Fahrmaschine sowohl für Automobil- und Motorradfans.

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