K1 Roadster

Sieht man heutzutage einen der „gängigen“ Sportwagen, muss man schon schmunzeln ob der vielen kleinen Helferlein, die den womöglich unerfahrenen oder sich selbst überschätzenden Fahrer immer wieder sicher in die Spur der Tatsachen zurückholen. Wirkliches Talent und fahrerisches Können ist da kaum noch erforderlich. Umso erfrischender ist es, wenn man dann doch noch über den einen oder anderen Sportwagen stolpert, dessen Erfinder und Entwickler noch genau wissen, um was bei einem Fahrzeug geht, und das den Titel Sportwagen wirklich verdient hat.

Heute führt uns dieser Wunsch nach einem reinen Sportwagen nach Holland. Gebaut wird der Wagen übrigens im slowakischen Bratislava. Dort sitzen die Erfinder und Entwickler des K1 Roadster. ESP? Braucht kein Mensch! ABS? Nur wenn es unbedingt gewünscht wird …

K1 Roadster

Optisch wirkt der K1 von vorne wie eine grimmige Flunder mit den böse drein blickenden Scheinwerfern und dem – wie ein Fischmaul erscheinenden – Kühlergrill. Seitlich dominiert die sehr flache Karosserie mit recht großen Lufteinlässen vor den hinteren Radhäusern. Fast schon obligatorisch bei einem Sportwagen dieser Art sind die Flügeltüren. Der Wagen ist in acht Grundfarben lieferbar, die sich aufteilen in drei Metallic-Töne (Schwarz, Blau und Silber) und fünf Uni-Töne (Gelb, Orange, Rot, Bordeaux und Weiß). Auf Wunsch kann der Wagen aber auch in weiteren Farben geliefert werden.

K1 Roadster

Nicht nur äußerlich lässt der K1 keinen Zweifel aufkommen, was er ist. Auch im Innenraum dominiert eine Sportwagenoptik, die sich unter anderem durch einen kurzen und griffigen Schalthebel auszeichnet, sowie Sportsitzen mit sehr gutem Seitenhalt und den bekannten “Hosenträger-Gurten”.

K1 Roadster

Kommen wir nun zum Vortrieb des Sportlers. Der lässt einen zuerst stutzen, entstammt er doch dem Ford Mondeo ST 220, was nicht unbedingt nach Sportwagen klingt. Auch die anstehenden 242 PS des V6-Motors sind nicht unbedingt das, was man für einen Sportwagen erwartet, da geht heutzutage einiges mehr. Dabei sollte man aber bedenken, dass der Wagen keinen unnötigen Schnickschnack an Bord hat und somit auf sehr leichte 992 kg kommt, die der Motor in zügigen 4,9 Sekunden auf 100 km/h katapultiert. Außerdem ist ein 320 PS starker V6 in Vorbereitung. Na, wenn das nichts ist. Die Motorisierung hätte ihr leichtes mit knapp 1000 kg.

K1 Roadster
Bildquelle: k1roadster.nl

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: was soll die Spaßmaschine kosten? Für das pure Fahrerlebnis muss man gerade mal rund 83.000 Euro auf den Tisch blättern. Für einen echten Individualisten keineswegs zuviel, wie ich finde. Wer dann aber doch das Gefühl hat, dass ein Leben ohne Klimaanlage auch in einem Roadster nicht sehr schön ist, oder etwas Hilfe beim Einparken nicht schaden könnte, der muss natürlich drauf zahlen. Luxus hat eben seinen Preis!