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Bei dem Projekt der Umrüstung einer Corvette aus dem Jahr 1959auf den aktuellen Stand der modernen Fahrzeugtechnik zeigt Eduard Pogea, Chef von Pogea Racing aus Markdorf, sein fachliches Können. Innerhalb nur eines Jahres entwickelte, produzierte und adaptierte man für Prinz Marcus von Anhalt, den “Prinzen von Deutschland” aktuelle Technik in einen amerikanischen Oldtimer. Ziel war es, zeitgemäße Fahreigenschaften, einen bärenstarken Motor, standfeste Bremsen und ein edles Interieur mit einer klassischen Karosserie zu verheiraten.
Als Chassis für das anspruchsvolle Projekt dient eine in Kooperation mit Foose Design in den USA gefertigte Rohr-Rahmen-Eigenkonstruktion. Dieser Rahmen verbessert nicht nur signifikant die Verwindungssteifigkeit des Cabriolets, er bildet auch die substantielle Basis für die Installation des höhenverstellbaren Gewindefahrwerks sowie moderner Antriebs- und Bremssysteme.
Die Motorenwahl für das Projekt fiel auf ein Corvette LS3- Aggregat mit 6,2 Litern Hubraum. Dieser in der aktuellen Corvette verwendete Motor wurde durch POGEA mit zusätzlichen leistungssteigernden Komponenten versehen. Neben LS7- Einspritzventilen, scharfen Nockenwellen und einer direkten, offenen Ansaugung mit Konusfilter wurde insbesondere auch der Abgasfluss optimiert. Fortan schreit der Motor seine Lebensfreude beherzt durch Edelbrock-Krümmer mit 45 Millimeter Durchmesser sowie einem Edelstahl-Abgassystem mit nur 2 Dämpfern ins Freie.

Durch diese Tuningmaßnahmen erhöht sich die Motorleistung auf beachtliche 485 PS / 357 kW bei 4400 U/min und 585 Nm bei 6200 U/min. An die Hinterräder gelangt die Kraft über ein manuell zu schaltendes Fünfgang-Getriebe mit Keramikkupplung und einem Dana 44 Differenzial.
In nur 3,9 Sekunden beschleunigt der renovierte Klassiker von 0 auf 100 km/h. Bei 288 km/h ist das Ende der Beschleunigung erreicht. Um das optimierte Muscle-Car auch wieder rechtzeitig zum Stehen zu bringen, kommt eine üppig dimensionierte Sportbremsanlage aus der Corvette LS5 zum Einsatz. Gelochte und innenbelüftete Bremsscheiben mit den Maßen 330 mm (Front) und 300 mm (Heck) werden von den vorne von Sechs- und hinten mit einer Vier- Kolbenanlage in die Zange genommen.

Speziell für die gesteigerten Anforderungen des erstarkten Cabrios wurden die stilgerechten 3-teiligen POGEA RACING-Räder in den Dimensionen 9,5Jx18 vorne und 12Jx19 auf der Hinterachse entwickelt. Aufgezogen wurden Reifen in den Größen 265/40 R 18 und 305/30 R 19.
Ein Verbreiterung der Originalkotflügel durch Dopplung ermöglicht es, die gewaltigen Walzen in den hinteren Radhäusern unterzubringen. Das Heck wächst dadurch um 37 Zentimeter auf 2,09 Meter in die Breite. Vier LED-Heckleuchten maacht das Heck zum echten Eyecatcher. Dazu trägt auch die Komplettlackierung in den originalen Ferrarifarben Rosso und Bianco bei.

Rot und Weiß dominiert auch den Innenraum mit seiner perfekten Optik und Haptik. Eine Mischung aus Teppich und Glattleder gestalten den Innenraum zur anspruchsvollen Schaltzentrale. Ein unten abgeflachtes Vallelunga-Lenkrad und Sitze aus der Cobra sorgen für ein Plus an Beinfreiheit gegenüber dem Serieninterieur. Neben einem Alpine- Multimediasystem mit Navigationseinheit, einer nachgerüsteten Klimaanlage und Servolenkung, modernisierte POGEA nahezu die komplette Fahrzeugelektronik um die Corvette auf einen verlässlichen Einsatz im alltäglichen Straßenverkehr vorzubereiten.
Und nachdem schon Anfang Dezember 2011 Fotos von diesem edlen Tuningwerk auf der facebook-Site von Marcus von Anhalt aufgetaucht sind, verifiziert sich der Prinz von Deutschland auch gleich als Besitzer der Corvette. Viel Glück mit dem guten Stück.
Paul
3. Februar 2012 um 16:02 Uhr
Davon habe ich schonmal was gelesen und finde so etwas richtig gut. Von der modernen Technik mal abgesehen macht so eine alte Corvette sicherlich richtig Spaß und zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Viele halten von sowas ja nichts, weil es nicht original ist, ich finden es aber gut.