Die Farbe fällt auf und das soll sie bei diesem Fahrzeug auch. Zwar ist normalerweise Rot als Warnfarbe bekannt und etabliert. US-Car-Spezialist GeigerCars.de aus München dreht den Spieß herum und kennzeichnet die heißesten Geschosse mit auffallenden Lackierungen in grellem Grün. Nach dem Dodge Challenger SRT-8  und der  Corvette Z06 Bi-Turbo ist der Ford GT „Geiger HP 790“ bereits das dritte PS-Monster dieser Art.

Der Name ist beim GT wiedermal Programm: Satte 790 Horsepowers entwickelt das 5,4-Liter-V8-Triebwerk des Supersportwagens, der damit beeindruckende 240 PS mehr auf die Rolle bringt als sein Serienpendant. Verantwortlich für diese Leistungsexplosion ist in erster Linie der Austausch des serienmäßigen 2,3-Liter-Kompressors durch einen leistungsfähigeren 4,0-Liter-Verdichter, der mit mehr als 1,25 bar Druck in die Brennkammern bläst.

Um zusätzlich mehr Frischluft in die acht Zylinder zu bringen, wurden zudem vergrößerte Drosselklappen und ein Sportluftfilter installiert. Neben der Motorelektronik mussten auch die Motor- und Getriebekühlung an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

 

Untermalt von markerschütterndem Brüllen aus den beiden 110-Millimeter-Endrohren der Sportabgasanlage katapultiert sich der Geiger HP 790 in nur 3,6 Sekunden auf 100 km/h, durchbricht nur 6 Sekunden später die 200 km/h-Markierung und ist nach 22,8 Sekunden bereits 300 Kilometer pro Stunde schnell. Erst bei 360 km/h hat der  Vortrieb aufgrund des Luftwiderstandes ein Ende. Seine Maximalleistung entwickelt der aufgeladene V8 bei 6.320 Umdrehungen pro Minute, das maximale Drehmoment von 863 Newtonmetern liegt bereits bei 4.600 Touren an.

Dass solch ein PS-Geschoss nicht in die Hände von Fahranfänger gehört, liegt auf der Hand. Doch auch versierte Piloten finden in dem speziell entwickelten Gewindefahrwerk hilfreiche Unterstützung, dessen hydraulische Stoßdämpfer in Druck- und Zugstufe justierbar sind, was eine individuelle Einstellung an die Bedürfnisse und Vorlieben des Fahrers – sowie natürlich an das jeweilige Geläuf – ermöglicht.

Flach und breit: Die klassischen Sportwagen-Proportionen des Ford GT´s werden durch die 60-Millimeter-Tieferlegung zusätzlich unterstrichen. Voll ausgefüllt werden die Radhäuser mit mattschwarzen Aluminiumfelgen mit Outlines in Wagenfarbe, die vorn in 9×20 und hinten sogar in 11×21 Zoll montiert wurden. An der Vorderachse arbeiten 245/35R20er Gummis um die präzise Umsetzung von Lenkbefehlen während die 325/30R21er-Gummiwalzen der Antriebsachse wohl ununterbrochen um Grip und Traktion kämpfen – schon aus Eigeninteresse, um nicht haltlos in blauem Rauch aufzugehen.

RTL2 GRIP-Moderator Matthias Malmedie hatte vor kurzem selbst ein PS-mäßig fast 1:1 gleiches GT-Muscle-Car unter seinem Allerwertesten. Er kam beim Test des Überfliegers aus dem Grinsen kaum mehr heraus. Das beweist, dass Geiger mit seiner PS-Rakete den Nerv der Speedfans wiedermal voll getroffen hat.